Komm, steh auf im Namen von Jesus
Apostelgeschichte 9,36-43 – 28.04.2013 – Pastor V. Janke

Aufstehn, aufstehn – immer wieder aufstehn, so ist nun mal unser Lebenslauf, komm steh auf!“ Peter Alexander hat dieses Lied in den 80ern oft gesungen. Das Lied war ein Hit, ein Ohrwurm. Es war ein Lied aus dem Leben. Stehst du gerne auf? Wie oft hast du dir schon gewünscht, nicht aufstehen zu müssen? Es gab Tage, da bin ich voller Vorfreude aufgestanden. Es gab Tage, da wäre ich viel lieber im warmen Bett geblieben. Und dann gab es auch Tage, da konnte ich nicht aufstehen. Einmal lag ich als Kind nach einer Operation 7 Tage nacheinander im Bett. Und als ich endlich aufstehen durfte, da waren meine Beine so schwach, dass ich nicht stehen konnte.


Es ist nicht selbstverständlich, aufstehen zu können. Wir haben einige Geschwister in der Gemeinde, die sich das sehr wünschen: einfach aufstehen zu können. Aufstehen können ist für Kranke und Gelähmte etwas sehr kostbares! Auch für Tote. „Komm, steh auf!“ Das sagt man dann nicht einfach. In diesem Lied, das Peter Alexander sang, heißt es in einer Strophe: Der Mensch steht nicht nur auf dem Siegespodest. / Du gehst ab und zu auch k.o. / Da liegst du und glaubst, dass dich jeder verlässt / und wirst deines Lebens nicht froh. / Drum wenn's dich mal trifft, mach dir nicht so viel draus, / so schnell zählt man dich noch nicht aus.


Das stimmt: Der Mensch steht nicht nur auf dem Siegespodest. Was hätte wohl dieser Äneas dazu gesagt – zu diesem leicht dahin gesprochenen „so schnell zählt man dich doch nichts aus“? Er war immerhin seit 8 Jahren gelähmt und ans Bett gefesselt. Wie ist das, wenn man nicht mehr aufstehen kann? Nie wieder aufstehen kann? Ob Äneas gesagt hätte: ich würde alles, was ich besitze dafür geben, wieder aufstehen zu können? Oder hatte er sich damit versöhnt – dass er nie wieder aufstehen würde? Wir können Äneas nicht fragen. Auch Tabita können wir nicht fragen, wie sehr sie sich gewünscht hat, wieder gesund zu werden oder wie es ist, das Leben ganz neu geschenkt zu bekommen.


1. Komm, steh auf Kranker


Äneas, Jesus Christus macht dich gesund; steh auf und mach dir selber das Bett. / Tabita, steh auf! V.34+40 Zweimal kurz nacheinander lese ich hier diese faszinierende, erstaunliche Aufforderung: Steh auf! Und zweimal stehen Menschen auf, von denen es niemand mehr erwartete, dass sie jemals wieder aufstehen können. Jesus macht Menschen gesund. Es gibt also ein „Komm, steh auf!“ gerichtet an Kranke. Das ist ein körperliches Aufstehen, körperlich heil und gesund werden. Heilung und Gesundheit sind ein Geschenk Gottes. Heilung und Gesundheit verdanken wir Gott. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.


Dass Äneas nach 8 Jahren ans Bett gefesselt sein wieder aufstehen konnte, hat mit der Kraft Gottes zu tun. Und mit der Liebe Gottes. Gesundheit ist Gott wichtig. Gott sieht den ganzen Menschen. Jesus hat Kranke geheilt und Menschen zur Umkehr gerufen! Darum beten wir für Kranke – auch wenn Ärzte sagen, „Da kann man nichts mehr machen.“ Damals wie heute gilt: Gott ist mit seiner Kraft am Werk. Gott wirkt, so dass Menschen Hilfe erfahren. Gott schenkt Vollmacht zum Helfen. Gott schenkt neues Leben! Nach diesem „Steh auf“ ist Vieles anders. Äneas und Tabita waren andere Menschen. Die neuen Christen waren andere Menschen. Sie waren Zeugen der Kraft Gottes. Albert Frey hat in es in einem Lied so geschrieben: Es gibt die wunderbare Heilung, / die letzte Rettung in der Not. / Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden, / ewiges Leben nach dem Tod. (Anker in der Zeit) Das Pro Christ Lied von 2009 passt auch gut zu diesem Bibeltext: Da kann man nur staunen! Staunen! Wir sind nicht allein. Gott will bei uns Menschen sein. Da kann man nur staunen! Staunen! Gott zeigt sein Gesicht und Dunkelheit verwandelt sich in Licht.


Äneas war 8 Jahre gelähmt. Das gehört auch zu seiner Geschichte. Das ist eine lange, beschwerliche Zeit. Seit 2002 hat Andrea Schneider Multiple Sklerose. In ihrem Buch Eigentlich kerngesund fragt sie: Ist man krank, wenn der Körper nur eingeschränkt funktioniert? Ist man gesund, wenn man keine Krankheitsdiagnose hat? Was macht das Leben ohne die sprichwörtliche „Hauptsache gesund“ lebenswert? Ein wichtiges Wort in ihrem Buch lautet „kerngesund“. Auch wenn man krank ist, kann man nämlich „im Kern gesund“ sein. Dieser Kern ist die Gottesbeziehung. Es ist ein Buch für alle, die von Krankheit aus der Sicht einer Kranken hören wollen, die trotz Krankheit „das Leben und volle Genüge“ für sich beansprucht." Prof. Dr. Arnd Barocka, Ärztlicher Direktor u. Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie u. Psychotherapie der Klinik Hohe Mark


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Auch wenn die Krankheit bleibt und die Bitte um Heilung nicht erhört wird, ist Gott mit seiner ganzen Liebe uns zugewandt. Gott bietet uns seine Hilfe und Kraft an, dass ein Kranker in seiner Krankheit Frieden findet und sich versöhnt mit dem Kranksein. Da kann man nur staunen! Staunen! …Gott zeigt sein Gesicht und Dunkelheit verwandelt sich in Licht.


2. Komm, steh auf Suchener, Nichtchrist, Zweifelnder


Als die Einwohner von Lydda und den umliegenden Orten in der Scharon-Ebene den Geheilten sahen, begannen sie, an Jesus, den Herrn, zu glauben. V.35 (Hoffnung für alle)


Für mich sind da noch mehr Menschen, die aufstehen konnten. In V.35 steht, dass alle Bewohner von Lydda und der Scharon-Ebene sich zum Herrn bekehrten. In V.42 lese ich, viele kamen zum Glauben an den Herrn. Das waren geistlich tote Menschen. Sie kamen zum Glauben an Jesus Christus. Im Kolosserbrief steht: Mit ihm seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten. 2,12 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Jes 53,5


Es gibt also ein „Komm, steh auf!“ gerichtet an Kranke. Und es gibt ein „Komm, steh auf!“ gerichtet an Nichtchristen, an geistlich Tote, an Menschen, die Jesus Christus noch nicht persönlich kennen. Das ist ein geistliches Aufstehn, seelisch heil und gesund werden. Beides wirkt Gott. Beides hat mit der Kraft Gottes zu tun. Beides ist Gott wichtig.


Gäbe es mehr Christen, wenn es mehr Wunderheilungen gäbe? Das glaube ich nicht. Jesus hat viele Wunder gewirkt. Und doch haben viele Menschen, die das gesehen und erlebt haben, nicht automatisch an Ihn geglaubt. Wunder alleine führen nicht dazu, dass ein Mensch Christ wird. Die entscheidenden Fragen sind: Glaubst du dem Evangelium von Jesus Christus? Glaubst du, dass du ohne Jesus verloren bist in deiner Schuld? Glaubst du, dass Gott dich so sehr liebt, dass Er seinen Sohn für dich hat sterben lassen am Kreuz? Glaubst du, dass Jesus deine ganze Schuld auf sich genommen hat und deine Strafe bezahlt hat?


3. Komm, steh auf – zum Segnen Gesandter


Petrus sagte zu ihm: Äneas, Jesus Christus heilt dich. V.34 In beiden Geschichte geht es um übernatürliche Kraft, aufzustehen. Diese Kraft wird durch ein gesprochenes Wort vermittelt und hat ihren Ursprung in der Auferstehung von Christus. Die Kraft kommt vom Auferstandenen. Und Petrus ist sein Werkzeug, durch den Tabita und Äneas Kraft empfangen. So wie Petrus sich von Jesus gebrauchen ließ als Werkzeug der Kraft Gottes, so kann jeder Christ ein Werkzeug der Kraft Gottes sein. Segnen nennt die Bibel das. Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören. Eph 4,29 Lasst ja kein giftiges Wort über eure Lippen kommen! Seht lieber zu, dass ihr für die anderen, wo es nötig ist, ein gutes Wort habt, das weiterhilft und denen wohltut, die es hören. (Gute Nachricht) Damals wie heute gilt: Gott ist mit seiner Kraft am Werk. Gott wirkt, so dass Menschen Hilfe erfahren. Manchmal wirkt Gott auch durch andere Christen. Gott schenkt Vollmacht zum Helfen. Gott ruft Menschen zum Glauben. Gott schenkt neues Leben! Nach diesem „Steh auf“ ist Vieles anders. Äneas und Tabita waren andere Menschen. Die neuen Christen waren andere Menschen. Sie waren Zeugen der Kraft Gottes.


Ich will den Herrn von ganzem Herzen loben, alles in mir soll seinen heiligen Namen preisen! Ich will den Herrn loben und nie vergessen, wie viel Gutes er mir getan hat. Ja, er vergibt mir meine ganze Schuld und heilt mich von allen Krankheiten! Er bewahrt mich vor dem sicheren Tod und schenkt mir das Leben neu. Seine Liebe und Güte umgeben mich allezeit. Mein Leben lang gibt er mir Gutes im Überfluss, darum fühle ich mich jung und stark wie ein Adler. Psalm 103,1ff



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