Darum gehet hin
Matthäus 28,16-20 – 31.03.2013 – Pastor V. Janke

Drei Freunde sterben bei einem Autounfall. Sie finden sich im Orientierungsraum des Himmels wieder. Jeder soll die Frage beantworten, „Was möchtest du von Familie und Freunden hören, die zu deiner Beerdigung kommen, um Abschied zu nehmen?“ Der Erste sagt, „Ich möchte gern hören, dass ich ein großartiger Arzt und ein wundervoller Familienmensch war.“ Der Zweite sagt, „Ich wünsche mir, dass die Leute sagen, was für ein vorbildlicher, guter Ehemann ich war und dass ich als Lehrer Kinder für ihr Leben tief beeinflusst habe.“ Der Letzte sagt, „Ich möchte, dass die Leute sagen: „Mensch! Schaut doch!! Er bewegt sich!!!!“ – Ich kann ihn gut verstehen. Wie sehr hängen wir am Leben!


Was möchtest du von Familie und Freunden hören, die zu deiner Beerdigung kommen, um Abschied zu nehmen? Das ist eine gute Frage. Sie dient dem Leben. Was möchtest du hören von denen, die von dir Abschied nehmen? Denkst du, dass dein Leben laut und deutlich genug spricht, dass du das auch hörst? Denkst du, dass dein Leben die überzeugt, die einmal an deinem Sarg stehen werden? Verkehrt ist es sicher nicht, das Leben Mal vom Ende her anzusehen.


Wie möchte ich gelebt haben wenn ich im Sarg liege? Die Antwort auf diese Frage wird heute entschieden! Für mich hat die Antwort auf diese Frage mit dem auferstandenen Christus zu tun. Das ist für jeden Christen das Entscheidende. Darum feiern wir Ostern!


Ich gebe zu: es ist ungewöhnlich, am Ostermorgen über das eigene Begräbnis nachzudenken. Aber auch das ist der Sinn von Ostern. An Ostern sollen wir über das Leben nachdenken. Dieser große christliche Feiertag stellt das Leben in Frage – das Leben, das mit aller Gewalt am Leben hängt als ob dies das einzige Leben ist.


Ostern fragt uns:
Was ist deine Hoffnung?
Was ist der Sinn deines Lebens?
Was macht dein Leben wirklich lebenswert?
Wofür lebst du?
Für wen lebst du?

Weil Christus von den Toten auferstanden ist, sehen Christen das Leben mit ganz anderen Augen.

Ostern bedeutet:
Jesus lebt!
Und wir leben mit Jesus.

Ostern bedeutet:
wir können ohne Angst über unseren Tod und das Ende unseres Lebens nachdenken.


Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.
Hebräer 9


Ich möchte mit euch über das Leben nachdenken. Unser Leben ist nicht wiederholbar. Wir leben einmal. Einiges ist vorgegeben. Das können wir uns nicht aussuchen. Das erben wir. Vieles ist aber eine Folge von Entscheidungen, die wir treffen. Habt ihr gewusst, dass kein anderes geschichtliches Ereignis so viele und so bedeutende Entscheidungen im Leben von Menschen bewirkt hat wie die Auferstehung von Christus!? Bis heute wirkt der Auferstandene hinein in das Leben von Menschen. Darin unterscheidet sich die Auferstehung von Jesus Christus von allen anderen historischen Ereignissen. Der Auferstandene tröstet, lehrt, mahnt, sendet, beruft. Matth 28,18ff


Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker…


Das taten sie. Sie gingen hin und machten Menschen aus allen Völkern zu Jüngern, zu Lernenden, zu Schülern von Jesus. Damit begann die Geschichte des Christentums. Sie begann mit dem Auferstandenen, der seine Jünger aussandte. Und jedes Mal, wenn ein Mann, eine Frau, ein Kind zum Glauben an Jesus findet, zeigt sich auch die Auferstehungskraft. Jedes Mal, wenn ein Mensch Christ wird, ist Auferstehung. In der Jugendgruppe in der Schweiz habe ich das Lied gelernt: Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest der Auferstehung. Wer Jesus Christus kennt erlebt die Auferstehung in seinem Alltag. Wer Jesus kennt, kann vergeben und für Vergebung danken. Wer Jesus kennt, kann beten und vertrauen. Das Fest der Auferstehung wird öfter gefeiert als wir denken.


Darum bittet der Apostel Paulus:
Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, mit der er in Christus gewirkt hat. Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel
. Eph 1,18-20


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Gefährlicher Glaube - 2000 Jahre Christenverfolgung (Fernsehdoku am Karfreitag)


Im Jahre 30 unserer Zeitrechnung wird auf dem Richtplatz von Jerusalem ein Mann gefoltert und ans Kreuz genagelt. Es ist die qualvollste Todesart für einen Verurteilten. Die Anklage lautet auf Volksverhetzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Seine Anhänger sahen in ihm einen Propheten, ja sogar den von den Juden lang erwarteten Messias und Erlöser. Sie waren überzeugt, dass er Frieden und Heil in die Welt bringen würde. Was mit einem Dutzend Jüngern begann, wurde nach dem Tod des Jesus von Nazareth zu einer Bewegung, die den gesamten Mittelmeerraum erfasste. Durch nichts ließ sie sich aufhalten. Aus den ersten drei Jahrhunderten sind uns Geschichten überliefert von Menschen, die für ihren Glauben an Christus freiwillig in den Tod gingen. Die Christenverfolgungen der römischen Herrscher waren an Grausamkeit kaum zu überbieten, so erzählen es die Chronisten von damals. Christen wurden bei lebendigem Leibe im Zirkus verbrannt, in Tierfelle eingenäht, den Löwen zum Fraß vorgeworfen oder, wie Jesus, ans Kreuz genagelt.


Heute ist das Christentum mit 2,2 Milliarden Menschen die mitgliederstärkste Religion der Welt, nahezu jeder dritte Erdenbürger ist Christ. Noch vor wenigen Jahren galten Christenverfolgungen, zumindest in der westlichen Welt, als Geschichten aus längst vergangenen Zeiten, bestenfalls als Vorlage für Romane oder Spielfilme. Doch das hat sich in der jüngsten Vergangenheit dramatisch verändert. Immer häufiger sieht man in den Nachrichten aus dem Nahen und Mittleren Osten brennende Kirchen, misshandelte und flüchtende Menschen. Die meisten von ihnen sind Christen.


“Was nicht zum Leben hilft, ist nicht sein Wort. Was nicht befreit, ist nicht sein Werk. Was nur Gedanken bringt und keinen Trost, mag tausendmal klug und tiefsinnig sein, es wird niemals Ausdruck seines Willens sein.“ (Jörg Zink, Erfahrung mit Gott)


Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker… Ostern ist darum entweder Sendung zum Dienst im Namen von Jesus oder Einladung zum Glauben an Christus. Immer geht es um eine Entscheidung. Immer geht es um das ganze Leben. Und immer geht es um Auferstehungskraft. Hörst du Jesus, wie er sagt: Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker…? Was für ein Mann! Was für eine Botschaft! Was für eine Liebe!


Es gibt bedingungslose Liebe, die alles trägt und nie vergeht und unerschütterliche Hoffnung, die jeden Test der Zeit besteht. Es gibt ein Licht, das uns den Weg weist, auch wenn wir jetzt nicht alles sehn. Es gibt Gewissheit unsres Glaubens, auch wenn wir manches nicht verstehn.


Es gibt Versöhnung selbst für Feinde und echten Frieden nach dem Streit, Vergebung für die schlimmsten Sünden, ein neuer Anfang jederzeit. Es gibt ein ewges Reich des Friedens. In unsrer Mitte lebt es schon: ein Stück vom Himmel hier auf Erden in Jesus Christus, Gottes Sohn.


Er ist das Zentrum der Geschichte, /
er ist der Anker in der Zeit. Er ist der Ursprung allen Lebens /
und unser Ziel in Ewigkeit, /
und unser Ziel in Ewigkeit.


Es gibt die wunderbare Heilung, / die letzte Rettung in der Not. Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden, ewiges Leben nach dem Tod. Es gibt Gerechtigkeit für alle, für unsre Treue ewgen Lohn. Es gibt ein Hochzeitsmahl für immer mit Jesus Christus, Gottes Sohn. Refr.


Während des Besuches in einer geschlossenen Anstalt fragt ein Besucher den Direktor, nach welchen Kriterien entschieden wird, ob jemand eingeliefert werden muss oder nicht. Der Direktor erklärt: "Nun, wir füllen eine Badewanne, geben dem Kandidaten einen Teelöffel, eine Tasse und einen Eimer. Dann bitten wir ihn, die Badewanne auszuleeren." Der Besucher: "Ah, ich verstehe, und ein normaler Mensch würde den Eimer nehmen, damit es schneller geht?" "Nein, ein normaler Mensch würde den Stöpsel herausziehen! Wünschen Sie ein Zimmer mit oder ohne Fenster!"


Wie viele Menschen haben schon voreilig ein Urteil gefällt über Jesus und sich damit geirrt. Es lohnt sich, die eigene Meinung zu überdenken und zu prüfen. Jesus hat gelebt. Und Er lebt heute. Es gibt niemanden, der ein so großartiges Versprechen macht: Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Joh 10,9f



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