Danken als sehr gute Gewohnheit bereichert uns
Psalm 103,1-5 / 02.10.2011 – V. Janke

Von David.


Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!


2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:


3 der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen,


4 der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,


5 der deinen Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst wie ein Adler.


In unregelmässigen Abständen haben wir eine Familienkonferenz. In der ersten Runde sagt jeder etwas Positives über jeden anderen. In der zweiten Runde darf jeder etwas Negatives über jeden anderen sagen. Der Redner wird angehört und nicht unterbrochen. In der letzten Runde sprechen wir über Dinge, die wir in der nächsten Zeit miteinander machen wollen. Was ich gelernt habe von der Praxis der Familienkonferenz: Man muss es üben und sich angewöhnen, das Gute beim Anderen zu sehen und dankbar zu benennen. Und auch das habe ich gelernt: Dankbarkeit macht zwei Herzen froh. Else Pannek


Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:


Mit dem Danken ist es wie mit dem Verfassen eines Liebesbriefs: man muss sich Zeit nehmen und erst nachdenken. Man kann beim Danken und Liebesbrief schreiben Geschick und Können ent-wickeln, wenn man es denn will und es übt. Und das ist eine sehr gute Gewohnheit. Wer sich die Zeit nicht nimmt und nicht nachdenkt, der wird wenig danken und wenig Wertschätzung und Liebe vermitteln. Dann bleibt das Leben arm. Ich denke, es werden zu wenige Liebesbriefe geschrieben. Liegt es nur daran, dass Zeit so kostbar ist? Doch eingeübte Dankbarkeit ist es wert, dass ich mir die kostbare Zeit nehme. Eingeübte Dankbarkeit und Wertschätzung ist eine sehr gute Gewohnheit!


Unter Menschen schafft der Dank die tiefste Gemeinschaft, welche zuletzt stärker ist als alles, was sich zwischen sie schieben kann. / Verschiebe die Dankbarkeit nie. Albert Schweitzer


Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:


Erntedank soll gefeiert werden. So hat Gott vorgesorgt, dass wir seine Güte und Liebe würdigen und wertschätzen. Das Gute nicht vergessen. Wir verdanken diesen Feiertag dem Geber aller guten Gaben selbst. Dass wir genug zum Essen und Trinken haben, das wissen wir. Dass wir gute Mahlzeiten genießen und uns freuen, im Kreis von lieben Menschen gut zu essen, das ist nicht selbstverständlich. Und doch: Wer Gott nicht lobt, vergisst. Wer Gott nicht lobt, vergisst, was Gott ihm Gutes getan hat. Ob er es nun weiß oder vergessen hat, es ist ein und dasselbe: es ist vergessen.


Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
Francis Bacon


Im normalen Leben wird einem oft gar nicht bewusst, dass der Mensch überhaupt unendlich mehr viel mehr empfängt, als er gibt, und dass Dankbarkeit das Leben erst reich macht.
Dietrich Bonhoeffer





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Danke! – Ein schweres Wort, wenn das Glück genommen, die Freude verstummt, Leben ausgelöscht, Hoffnung zerstört, wenn des Lebens Sinn sinnlos erscheint.


Danke! – Ein gutes Wort, aus dem Herz gesprochen, weil Gutes zuteil wurde, das zur inneren und äußeren Gesundung beigetragen, weil Güte, Wärme und Liebe erlebbar wurde.


Danke! – Ein wortloses Wort im Aufleuchten der Augen, im Händedruck, in der schützenden Umarmung, im Angenommensein, verstanden als Aufmunterung und Zuspruch.


Danken – ein schönes Wort, und mehr als nur ein Wort, denn es bekundet: Du hast Dir Gedanken über mich gemacht, gute Gedanken. Was mir zuteil wird, ist mehr als ein Geschenk: Du hast Dein Herz sprechen lassen! Wer dankt, bezeugt, dass er nicht gedankenlos dahinlebt.”

(Verfasser unbekannt)


Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:


Lob und Dankbarkeit setzt Achtsamkeit voraus. Was ist Achtsamkeit? Es ist wichtig zu unter-scheiden zwischen Achtsamkeit und den Auswirkungen von Achtsamkeit. So wie wir unterscheiden zwischen Musizieren und den Auswirkungen von Musizieren: Musizieren ist erstmal eine Tätigkeit. Sie kann direkte Effekte und langfristige Effekte nach sich ziehen. So fühlt man sich etwa beim Musizieren oder danach entspannt, konzentriert und wohl. Langfristiger betrachtet entwickeln sich hoffentlich ein gutes Gehör und ein Gespür für Rhythmus und Melodie. Wir sehen: wenn wir vom Musizieren sprechen, müssen wir zwischen dem Musizieren und den Auswirkungen des Musizierens unterscheiden.


So auch bei der Achtsamkeit. Achtsamkeit ist nicht die Auswirkungen von regel-mäßiger Übung in Achtsamkeit, sondern der Akt des Achtsamseins. Achtsamkeit heißt, sich dessen bewusst zu sein, was gerade jetzt innen und außen passiert und das darüber hinaus gelassen und ohne emotional in Aufruhr zu geraten, zu betrachten. Sonst nichts. Versuch Mal in der kommenden Woche jeden Morgen 7 Punkte aufzuschreiben für die du Dankbarkeit empfindest.


Ein kleines Beispiel.
Ich fühle Dankbarkeit in mir

  • für meine Frau und meine Kinder
  • für die wunderschöne Natur um mich herum
  • für meine Arbeit und die Mitarbeiter
  • für meine Eltern und Schwestern
  • für das gute Essen gestern Abend
  • für mein Augenlicht und dass ich sehen kann
  • für den schönen Sonnenuntergang gestern Abend

Es geht bei dieser Übung um Achtsamkeit und das Gefühl der Dankbarkeit. Wiederhole diese Übung jeden Morgen in der kommenden Woche. Am besten ist es, diese einfache Übung für die kommenden 30 Tage beizubehalten. Nach 30 Tagen haben Sie eine neue Gewohnheit entwickelt und was kann besser sein, als sich das Gefühl der Dankbarkeit zur Gewohnheit zu machen.


Wer sich mal 2 oder 3 Stunden Zeit nimmt und darüber nachdenkt, was der Ehepartner, die Kinder, die Freunde ihm bedeuten, der wird dankbar. Und das dann auszusprechen, dem anderen zu sagen ist immens wichtig für Beziehungen.


So können wir zum Beispiel die Dankbarkeit in uns durch bloße Gewohnheit erregen, lebendig erhalten, ja zum Bedürfnis machen.
von Johann Wolfgang von Goethe


Dankbarkeit ist eine gar wunderliche Pflanze: Sobald man ihr Wachstum erzwingen will, verdorrt sie.
Jeremias Gotthelf


Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat



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