Gesegnet durch den Glauben an Jesus Christus
Apostelgeschichte 3,1-10 / 01.08.2010 – V. Janke

Je älter ich werde, desto mehr begreife ich: nichts ist selbstverständlich. Reife ist zu lernen, dass nichts im Leben selbstverständlich ist. Reife ist der Prozess wachsender Dankbarkeit für Dinge, denen man lange Zeit wenig Beachtung geschenkt hat. Im Dezember 1986 habe ich zwei Wochen im Busch von Kamerun in West Afrika gelebt. Während dieser Zeit lebte ich von einer sehr kargen Kost. Nach diesen Zwei Wochen war eine reife Banane für mich eine Kostbarkeit. Man braucht nicht so weit zu reisen, um zu lernen, dass selbstverständlichste Dinge nicht selbstverständlich sind.


Für viele ist es selbstverständlich, mühelos zu atmen - für einen Asthmakranken ist es ein kostbares Geschenk fünf Minuten frei atmen zu können. Jemanden zu haben, der dich versteht und dem du vertrauen kannst, ist nicht selbstverständlich. So ein Mensch ist ein kostbares Geschenk! Einen Ehepartner zu haben mit dem du über alles reden kannst, was dich bewegt, ist nicht selbstverständlich, sondern ein kostbares Geschenk! Frei zu sein von seelischen Verletzungen, von Hass und Angst, ist nicht selbstverständlich, sondern ein kostbares Geschenk. Sehen zu können, hören, fühlen, sich mitteilen, arbeiten, gut schlafen, ausspannen, sich freuen und trauern zu können und vieles, vieles mehr - das sind kostbare Geschenke.


Manchmal muss ich erst etwas verlieren, um festzustellen, wie wertvoll es ist. Leider ist es auch sehr gut möglich persönlich einen Verlust zu erfahren ohne dadurch zu lernen, dass der Neugewinn ein kostbares Geschenk ist. Mit dem Segen Gottes ist es so. Menschen, die ohne den Segen Gottes leben, wissen nicht, dass ihnen etwas Wichtiges fehlt Doch wie geht es uns, die wir den Segen Gottes persönlich erfahren haben? Was bedeutet es dir, dass du ein Gesegneter bist? Wir sind nicht weniger gesegnet sind als dieser Mann, der über 40 Jahre als Krüppel lebte, tagein tagaus um Almosen bettelte und dann spontan geheilt wurde. Dieser Bericht zeigt sehr eindrücklich, was es heißt gesegnet zu sein durch den Glauben an Jesus Christus.


These: Der Glaube an Jesus Christus ist das größte Geschenk, dass ein Mensch empfangen kann.



1. Durch den Glauben an Jesus Christus sind Menschen Segnende.
3,1-4


Petrus und Johannes unterschieden sich äußerlich in keiner Weise von allen anderen, die an dem Tag in den Tempel gingen. Doch diese zwei Männer glaubten an Jesus Christus und der Glaube an Jesus Christus war für sie das größte Geschenk ihres Lebens. Durch den Glauben an Jesus Christus waren diese zwei Männer segnende Menschen geworden. Ihr Lebensinhalt war es für andere Menschen zum Segen zu sein. Sie hatten ihren Beruf aufgegeben um ihre ganze Kraft und Zeit einem Auftrag zu widmen - andere Menschen das Geschenk des Segens Gottes erfahren zu lassen. Durch den Glauben an Jesus Christus sind Menschen Segnende in dem Maße in dem sie sich dafür von Gott gebrauchen lassen. Gebet ist eine Möglichkeit segnend zu leben.


1. Gebete sind ein Segen. 3,1
Hinter allem Beten steht die Überzeugung: Gott kann! Gott kann Menschenherzen vorbereiten. Er kann Menschen verändern. Gott kann trösten und Frieden schenken. Gott kann Weisheit schenken für schwierige Situationen und schwierige Gespräche. Gott kann Türen öffnen, die kein Mensch öffnen kann. Gott kann! Gebete sind Segen. Wenn du dir Zeit nimmst für Menschen zu beten, die dir am Herzen liegen, dann lässt du dich gebrauchen zum Segen für andere zu sein.


2. Persönliche Kontakte und Begegnungen sind Segenskanäle. 3,2-4
Gott will Menschen durch Menschen segnen So werden Menschen, die an Jesus glauben zu Segenskanälen. Wer betet, segnet. Gott segnet Menschen aufgrund der Gebete von Menschen. Und Gott segnet Menschen durch persönliche Begegnungen mit Menschen, die an Jesus Christus glauben. Wir haben Gottes Segen erfahren durch Eltern, durch Freunde, durch andere Gläubige, durch Pastoren. Dieser Mann hatte eine Begegnung mit zwei Männern; eine Begegnung, die sein ganzes Leben veränderte. Diese Begegnung wurde zu einem Segenskanal. Ihr Christen seid Segnende, weil ihr etwas zu geben habt, was wichtiger ist als Silber und Gold. Ihr seid Segnende, weil ihr etwas habt, was Menschen mehr brauchen als alles andere. Wer an Jesus glaubt, hat etwas zu geben: Segen. Wer nicht an Jesus glaubt braucht den Segen Gottes.


Und es wurde ein Mann herheigetragen... Dieser Mann brauchte sicherlich körperliche Heilung, um ein besseres Leben führen zu können. Doch eines wäre aus der Sicht der Bibel für ihn wichtiger als körperlich gesund zu werden - nämlich an Jesus Christus zu glauben. In Joh 5,14 steht, Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas schlimmeres widerfahre. Es gibt Schlimmeres als 38 Jahre Krankheit!!


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Gott segnet Menschen durch Menschen. Segnend zu leben heißt jeden Menschen mit den Augen Gottes zu sehen. Wer segnend lebt sieht den Wert und die Würde auch in Menschen, die nur Verachtung und Ausgrenzung kennen. Segnen heißt einem Menschen Herrlichkeit verleihen: In Ps 8,4-6 steht Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk.... was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst? ... Du hast ihn mit Gnade und Herrlichkeit gekrönt.


Petrus aber blickte ihn an... Sieh uns an. Petrus wusste, Gott hat mich an diesem Ort für diesen Mann zum Kanal seines Segens gewollt. Gott möchte diesem Menschen durch mich beschenken. Sieh uns an, sagen viele Menschen heute. Viele Menschen wecken Hoffnungen und Erwartungen. Auf wie viele Menschen sieht man heute und hofft auf Hilfe von ihnen?! Auf wie viele Menschen sieht man heute, die doch nur enttäuschen und nicht helfen können. Sieh uns an, ist auch heute das Angebot vieler Sekten, Weltanschauungen und Politikern. Doch wer kann wirklich helfen? Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn. Ps 121,1 Christen können helfen im Namen von Jesus.


2. Durch den Glauben an Jesus Christus sind Menschen Gesegnete. 3,5-8


3,16 An diesem Mann offenbart sich der Segen Gottes durch den Glauben an Jesus Christus.


l. Der Segen Gottes ist eine Gabe - er wird empfangen. V. 5
Gesegnet sein heißt beschenkt sein! Für diesen Mann war es selbstverständlich beschenkt zu werden. Er saß vor dem Tempel einzig und allein um beschenkt zu werden. Das war seine Lebensexistenz, sein Dasein. Er lebte von kleinen Gaben. Für diesen Mann waren Begriffe wie Anspruch, berechtigte Erwartung, tarifliche Bezahlung und angemes-sene Vergütung Fremdwörter. Er sah sie an und wartete... An dem Mann zeigt sich: der Segen Gottes kann nur ein unverdientes Geschenk sein. Wir sind vor Gott Bettler, wertvoll und geliebt, aber Bettler, die den Segen Gottes empfangen wie dieser Mann: unerwartet und unverdient. Der Segen Gottes ist das wertvollste Geschenk, das ein Mensch empfangen kann - dankbar und staunend.


2. Der Segen Gottes ist der Glaube an den Namen von Jesus Christus. V. 6
Gesegnet sein heißt Jesus Christus persönlich kennen, mit Ihm leben! Was hier geschieht, war schockierend! Petrus sagt, Im Namen Jesu Christi von Nazareth... Er sagt nicht: Im Namen Gottes. Oder: Im Namen des Herrn! Es ist der Name Jesus Christus, der die Gemeinde in die erste Krise führt. Dieser Name erregt Anstoß! Dieser Name führt zum Widerspruch. Petrus und Johannes mußten vor den Hohen Rat und die Frage beantworten: Aus welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan? 4,7 und sie bekannten dann mutig: Und in keinem ändern ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden. 4,12 Und dann wurden sie gerufen und ihnen wurde geboten, keinesfalls zu reden oder zu lehren in dem Namen Jesu. 4,18


Im Namen bezeichnet die Vollmacht, die hinter dem Reden und Handeln schwacher Menschen steht. Die machtvolle Wirkung seines Namens ist der klare Beweis für seine Person - Jesus Christus ist Gott! Jesus Christus ist der Mensch gewordene Gott. Das ist der Anstoß des Evangeliums und gleichzeitig die Kraft des Evangeliums. Der Name Jesus Christus zieht sich wie eine Segensspur durch die ganze Apostelgeschichte. Der Glaube an diesen Namen wird vielen Menschen zum Segen: Simon, der Zauberer in Samarien (8,9-24), der Kämmerer aus Äthiopien (8,26-40), Saulus von Tarsus (9,1-19), der Hauptmann Kornelius und seine Familie (10,1-48), der Statthalter von Paphos auf Zypern Sergius Paulus (13,4-12), ein Krüppel in Lystra (14,8), die Purpurhändlerin Lydia in Philippi (16,14), der Kerkermeister und seine Familie in Philippi (16,23-34), Dionysius und Damaris von Athen (17,34). Sie alle und viele mehr haben den Segen Gottes erfahren durch den Glauben an den Namen Jesus Christus. Jesus lebt! Er begegnet auch heute Menschen und will dich zu einem Gesegneten machen. Möchtest du diesen Segen? Jesus lädt dich ein, er will dich segnen! Und durch dich andere Menschen.



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