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  Wohl dem, der guten Rat beherzigt
2 Könige 5 — 02.11.08 — V. Janke

 
  Auf wen du hörst, entscheidet, ob dein Leben von Gott gesegnet ist oder nicht! Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, ... Ps 1,1 Glücklich ist der Mensch, der gelernt hat, auf guten Rat zu hören. Die Schwierigkeit ist nur, dass man guten Rat oft nicht auf Anhieb als guten Rat erkennt. Erst im Nachhinein offenbart sich guter Rat als guter Rat. Darum haben wir sicherlich alle schon am eigenen Leib erfahren, was das Sprichwort sagt 'Wer nicht hören will, muß fühlen.'

Es gibt viele Berufe, in denen es wichtig ist, guten Rat zu geben. Es gibt viele Personen, deren Rat man hören sollte oder zumindest ernst nehmen sollte: Eltern, Lehrer, Ärzte, Pfleger, Polizisten, Hersteller von Geräten und Maschinen, Pastoren... Wer lernen und verstehen will, wie ein von Gott gesegnetes Leben gelingen kann, der muß richtig hören wollen. Jesus sagt: Seht nun zu, wie ihr hört... Lk 8,19 Die Heilung Naamans ist eine Geschichte des Glaubens und des richtigen Hörens. Und es ist eine Geschichte, die deutlich macht, dass manche Hindernisse überwunden werden müssen, bevor Gott handelt. Diese Geschichte beantwortet für uns die Frage, wie Gott Menschen hilft:

1. Gott hilft durch verlässliche Worte.

Ach, dass mein Herr wäre bei dem Propheten in Samaria. Der Glaube und der Mut dieses Mädchens ermöglichte Gott einen Sieg. Gott konnte dieses Sklavenmädchen aus Israel gebrauchen. Weil sie glaubte, wurde sie zu einem Werkzeug Gottes. Das persönliche Leid hat sie nicht ungläubig gemacht. Ihre Überzeugung blieb: „Gott ist immer noch Gott, auch wenn mir Leid und Unglück widerfährt. Er ist Herr, auch wenn es mir nicht so gut geht.“ Ähnlich erging es Joseph, Hanna, Ruth, Jeremia und vielen anderen Gläubigen, die Gott vertrauten, obwohl Er schwere Erfahrungen in ihrem Leben zuließ.

Weil dieses Mädchen Ja gesagt hat zu ihrer Situation, war sie in der Lage, Gott zu vertrauen und zu helfen. Gott kann und will auch dich gebrauchen, um anderen zu helfen. Und wenn dieses Mädchen den Mut hatte, ihrer Chefin von Gottes Möglichkeiten zu erzählen - sollten wir nicht auch Menschen von Gottes Möglichkeiten erzählen?! In einer Zeit des Unglaubens, des Ungehorsams gegenüber Gott und der Abkehr von Gott und seinem Wort hat dieses Mädchen Glauben und Hoffnung! In einer Zeit der Strafen und Gerichte Gottes glaubt dieses Mädchen an einen barmherzigen, gnädigen, mächtigen und willigen Gott. Auch heute gibt es Hoffnung, weil es verläßliche Worte gibt - weil es einen verläßlichen Gott gibt. Gott sei Dank für sein Wort, für allen guten Rat durch sein Wort, und für das Vertrauen in sein Wort!

2. Gott hilft auf unscheinbare Weise durch unscheinbare Menschen.

Nicht der König von Israel, auch nicht der Prophet selbst, sondern sein Diener sollten Gottes Werkzeug für die Heilung Naamans sein. Immer wieder begegnet uns die wichtige Frage: Wie hilft Gott? Wie erfahren wir Gottes Hilfe? Hier wird deutlich: Gott hilft Menschen auf unspektakuläre, unscheinbare Weise durch unscheinbare Menschen. Ähnlich erfahren wir auch heute Gottes Hilfe im Alltag auf unscheinbare Weise: „Fahr nicht zu schnell! - Laß ihn doch überholen. - Geh' damit lieber zum Arzt! - Hör' auf die Ärzte! - Versuch' es noch einmal! - Laß die Finger von Drogen!...“

Gleichzeitig achten viele Menschen diese unscheinbaren Hilfsangebote Gottes gering. Aids, Geschlechtskrankheiten, zerbrochene Ehen und Familien, zerstörte Gesundheit, zerstörte Beziehungen, kranke Seelen u.a. sind die Folgen. Auch hier gilt: Wer nicht hören will, muß fühlen. Manchmal erwartet Gott von uns, dass wir einen längeren Weg gehen, um Hilfe zu erfahren. Gott hilft, wenn wir einen bestimmten Weg gehorsam gehen. Darum sollen wir Gott immer wieder um Weisheit und Demut bitten!




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  3. Gott hilft durch unser Vertrauen und unseren Gehorsam.

Verse 10-15 Naamans Weigerung und Zorn sind symptomatisch für die Haltung vieler Menschen, für ihr geistliches Heil selbst zu sorgen. Es war zu einfach! Das war und ist das selbstgemachte Problem. Naaman sollte nur einen kleinen Schritt gehen - einen einfachen, unspektakulären und für die Vernunft sonderbaren Schritt. Doch erst als er diesen Schritt tat, konnte Gott handeln. Wie viele Menschen weigerten sich, diesen letzten Schritt des Vertrauens und Gehorsams zu gehen! Wie viele Menschen waren ganz nah dran, Gottes Eingreifen zu erleben! Der reiche Jüngling war ganz nah dran, aber er war nicht bereit, diesen letzten Schritt zu gehen: Mk 10,17-22. Wie viele Menschen hatten die „Türklinke“ schon in der Hand, und taten doch nicht den letzten Schritt des Vertrauens! Wie viele Menschen hätten Gottes Hilfe erfahren, wenn sie nur vertrauen und gehorchen würden!

Die anfängliche Weigerung Naaman korrigiert aber auch unser manchmal naives Menschenbild. Wie tief hat die Sünde uns gezeichnet! Stolz und Rebellion sind in uns! Mögen wir doch einmal zutiefst erschrecken über uns selbst. Sollten wir uns wirklich darüber wundern, dass Menschen Gottes Wort und guten Rat verachten, nicht hören und vertrauen wollen? Ohne Vertrauen und Gehorsam bleiben wir hilflos.

Und obwohl Elisa und sein Diener mit Vollmacht sprachen, fanden ihre Worte kein Gehör. Vollmächtiges Reden ist nicht allein an der Wirkung zu erkennen. Auch vollmächtige Verkündigung bleibt oft fruchtlos und wirkungslos. Selbst Jesus Christus konnte viele Menschen nicht erreichen und dazu bringen, ihm zu vertrauen und zu gehorchen.

V.13 Manchmal klingt guter Rat töricht, albern, provozierend, ärgerlich, demütigend. Der Apostel Paulus sagt, Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen. Uns aber, die wir glauben ist es eine Gotteskraft. (1 Kor 1,18-31) Woran erkennst du guten Rat? Guter Rat offenbart sich allein durch Vertrauen und Gehorsam als gut für uns und für andere. Gute Ratschläge sind beispielsweise folgende Aufforderungen: Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr... 1 Petr 3,9 Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen... Matth 5,44 Seid dankbar in allen Dingen 1 Thess 5,18 Sorgt euch um nichts Phil 4,6 Ihr Frauen, ordnet euch eure Männern unter Kol 3,18 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie gegeben Eph 5,25 Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat Röm 15,7 Ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr Kol 3,13 Guter Rat ist geistlicher Rat (1 Kor 2,13-15)! Allein der Geist Gottes kann uns die Bedeutung und den Wert von gutem Rat zeigen.

Was hat das für dich zu bedeuten?
  • Erstens, glaube an Jesus Christus und laß dich taufen auf das Bekenntnis deines Glaubens an den HERRN. Das ist der erste Schritt auf dem Weg der Nachfolge.
  • Zweitens, lerne, Gott bewußt zu danken für allen guten Rat und Hilfe von Menschen.
  • Drittens, lerne, Gott um Weisheit und Demut zu bitten.
  • Viertens, lerne, Menschen um Rat und Hilfe zu bitten und ihren Rat ernstzunehmen.

Jesus Christus sagt:
„So seht nun darauf, wie ihr zuhört!

 
Lukas 8,18

 

BaptistenNordenham | Zoar-Kapelle | 26954 Nordenham | Friedrich-Ebert-Str. 65   
Gottesdienst: So 10:00

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