Bild der Baptistenkirche Nordenham 

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  Glaube, der Berge versetzt
Matth 21,18-22 / 1.4.07 – V. Janke

 
  Wie soll das gehen? Das ist doch nie möglich! So habe ich gedacht, als ich den Ruf Gottes in die Verkündigung hörte. Ich war Gärtner und konnte mir nicht vorstellen, als Pastor Gott zu dienen. Doch Gott blieb hartnäckig. Und als ich schließlich Ja sagte zum Ruf Gottes, vertraute ich gleichzeitig auf Gott, mich zu befähigen, obwohl ich mich unfähig fühlte. Weil ich Gott vertraute, begann ein neuer Weg in meinem Leben, den ich Schritt für Schritt ging. Solche Erfahrungen machen viele Menschen, die mit Jesus leben. Seinen Jüngern sagte Jesus, dass ihr Vertrauen in Gott sie befähigen wird, Berge verschwinden zu lassen. Gelebter Glaube versetzt Berge. Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein Taten wie die mit dem Feigenbaum tun, sondern, wenn ihr zu diesem Berge sagt: Heb dich und wirf dich ins Meer! so wird's geschehen.

Wer Jesus Christus folgt, dem werden nicht alle Wege geebnet! Christsein ist keine problemfreie Zone! Daran erinnert uns das Wort Jesu vom Gauben, der Berge versetzt. Jesus spricht hier deutlich von Bergen, die seinen Jünger im Weg stehen werden. Und Jesus spricht von Bergen, die aus dem Weg geschafft werden. Was ins Meer versenkt wird, das ist weg – verschwunden – beseitigt (2. Mo 15,1). Jesus meint aber nicht den Berg, den er mit den Jüngern sah – den Ölberg. Der steht bis heute an seinem Platz. Jesus spricht von Schwierigkeiten, Problemen, Hindernissen, die wie ein Berg im Weg der Jünger stehe. Berge werden da sein. Doch wir müssen vor den Bergen nicht resignieren. … sondern, wenn ihr zu diesem Berge sagt: Heb dich und wirf dich ins Meer!, so wird's geschehen. Wir sind als Nachfolger von Jesus Christus aufgefordert, Gott zu vertrauen, wenn wir vor unüberwindbaren Schwierigkeiten stehen.


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  Meine Oma legte großen Wert darauf, sonntags in die Kirche zu gehen. Einmal war sie sehr spät zum Bus gegangen. Wir fragten uns, ob sie wohl noch rechtzeitig den Bus bekommen würde. Da sie nicht wieder zurückkam, gingen wir davon aus: sie hat den Bus bekommen. Als sie zum Mittag nach Hause kam, fragten wir sie trotzdem: „Und, hast du den Bus doch noch rechtzeitig bekommen?“ „Nein,“ sagte sie uns erstaunten Kindern. „Den habe ich nicht mehr bekommen. Doch der Gottesdienst war sehr schön.“ „Aber wie bist du dann zur Kirche gekommen?“ fragten wir. „Ich bin per Anhalter gefahren. Zwei Polizisten haben mich mitgenommen. Der eine kannte Jesus noch nicht. Dem habe ich ein Blättchen (christliches Informationsblatt) gegeben.“ Das hat mich als Jugendlichen sehr beeindruckt. Obwohl meine Oma den Bus verpasst hat, war es ihr möglich, rechtzeitig zur Kirche zu kommen. – Letztes Jahr hat meine Tochter in der Kinderstunde erlebt, dass niemand der Anwesenden das Problem bei einer Bastelarbeit lösen konnte. Da sagte sie, „Soll ich meinen Vater holen? Der kann das bestimmt.“ Dies kindliche Vertrauen in den Vater, dem nicht unmöglich ist, das brauchen wir auch.

Wir stehen in der Tat manchmal wie der Ochs vorm Berg. Aber wir sind keine Ochsen, oder?! Wir sind Kinder des Allerhöchsten! Wir sind Kinder des allmächtigen Schöpfers der Welt. … sondern, wenn ihr zu diesem Berge sagt: Heb dich und wirf dich ins Meer!, so wird's geschehen. Jesus ermutigt zum Beten. Vertraut auf Gott und bringt alles, was euch zu schwer ist, im Gebet eurem Vater im Himmel. Wer betet, vertraut. Wer betet, kann Berge bewegen. „Dem kann ich niemals verzeihen, was er mir getan hat.“ Nein, sondern: Heb dich und wirf dich ins Meer! „Wie soll ich mit dieser Krankheit leben… das kann ich nicht.“ Nein, sondern: Heb dich und wirf dich ins Meer! „Ohne Zigaretten kann ich nicht leben. Die brauch ich einfach.“ Nein, sondern: Heb dich und wirf dich ins Meer! Wir sind eine überalterte und schwache Gemeinde. Was können wir schon noch für Gott tun? Mit uns geht’s zu Ende.“ Nein, sondern: Heb dich und wirf dich ins Meer! „Meine Kinder / Nachbarn wollen nicht von Jesus wissen. Da kann man nichts machen.“ Nein, sondern: Heb dich und wirf dich ins Meer!

David hatte auch diesen Glauben: Gott kann! Von ihm stammt das Wort, Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen. (Ps 18,30) Als Christen dürfen wir uns gegenseitig erinnern: Mit meinem Gott kann ich Berge versetzen. Und Jesus verspricht: so wird's geschehen. Amen

 

Baptisten Nordenham | Zoar-Kapelle | 26954 Nordenham | Friedrich-Ebert-Str. 65   
Gottesdienst: So 10:00

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